16.05.2011, Neue Westfälische

Geballte frohe Stimmgewalt

2. Singfest der Bürgerstiftung mit 500 Akteuren

Im Parkettfoyer des Theaters sang Opernsänger Krzystof Borysiewicz die Arie "In diesen heil'gen Hallen" aus Mozarts Zauberflöte. Damit überraschte der Gast aus dem Ensemble des Staatstheaters Kassel die Besucher des 2. Singfestes der Bürgerstiftung in der Pause.
Das erste Singfest wurde 1999 in einer Industriehalle auf dem Vossen-Gelände veranstaltet. Jetzt, zur zweiten Auflage, kamen 500 Gäste in das Theater, und ebenso viele Sänger aus zwölf Gütersloher Chören standen auf der Bühne. In einem dreistündigen Konzert brachten sie ein großartiges, bunt gemixtes musikalisches Repertoire aus Musical, Operette und Oper auf die Bühne, das die Vielfältigkeit der Gütersloher Klangkörper eindrucksvoll bewies.
Schlag auf Schlag wechselten Chöre, Dirigenten, Musiker am Flügel und Bilder im Hintergrund. Sigmund Bothmann, Leiter des Bachchores, hatte die musikalische Leitung und kündigte Chöre und Titel an.
Mit einem Potpurri aus der Operette "Maske in Blau" startete der Männergesangverein Harmonie, geleitet von Klaus Zobel. Es folgten der gemischte Chor "After Eight" mit Leiterin Petra Heßler, die Turnersänger 1881 und der zugehörige junge Chor "Stimmwerk" mit dem musikalischen Leiter Wolfram Rossmeier, die Chorgemeinschaft Buchfinken-Werkmeister mit Heinz Stuckemeier, die Singing Company mit Kirsten Lindermann und "DaChor" mit Blue Sid. Sie sangen Lieder aus dem schwedischen Film "Wie im Himmel" und aus den Musicals "Showboat", "Mamma Mia", "Ich war noch niemals in New York", der "Westside Story" und das Lied "Blue Moon".
Der zweite Konzertblock war in der Welt der Oper angesiedelt. Er wurde vom Gütersloher Männerchor Avenwedde-Friedrichsdorf mit Markus Koch, Solisten aus dem Knabenchor Gütersloh und der Sopranistin Catalina Bertucci aus dem Ensemble des Detmolder Landestheaters, dem Bachchor Gütersloh mit Solistin Bettina Pieck und dem Städtischen Musikverein, geleitet von Professor Karl-Heinz Bloemeke, gestaltet.
Die Lieder der Knaben aus "Die Zauberflöte" begeisterten die Gäste genauso wie das "Habanera" aus der Oper Carmen und der "Geisterchor" aus "Lustige Weiber von Windsor". In einem anderen Tonbild als dem mitteleuropäischen sang der junge aramäische Chor "Gud d-Mor". Als sich drei Klangkörper zum "Gefangenenchor" nach der Oper "Nabucco" formierten, wurde es voll auf der Bühne.
Noch enger wurde es beim Finale: 500 Sänger und 500 Gäste im Theatersaal sangen gemeinsam die schottische Weise "Nehmt Abschied Brüder". Großartig und einmalig - wie Werner Gehring, Vorsitzender des Kuratoriums, eingangs versprochen und Organisatorin Jimmy A. Schmied aus der Bürgerstiftung geplant hatte.
Anne Mann

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