27.01.2011, Die Glocke

Bachkantate in der Apostelkirche


Am kommenden Sonntag, 30. Januar, findet in der Apostelkirche ab 10 Uhr ein Kantatengottesdienst statt, der von Pfarrer Christian Feuerbaum geleitet wird. Musiziert wird die Kantate BWV 35 "Geist und Seele wird verwirret" von Johann Sebastian Bach.
Der Text zu dieser Kantate aus dem Jahr 1711 stammt von dem Darmstädter Hofbibliothekar Georg Christian Lehms und lehnt sich eng an das Evangelium des Sonntags an: Die Wunder Gottes, von denen das Volk "mit Jauchzen" erzählt, seien so groß, sagt die Eingangsarie, dass Geist und Seele bei ihrer Betrachtung verwirrt verstummen würden. Das folgende Rezitativ erwähnt die Taubstummenheilung, von der das Evangelium berichtet. Den Schluss des biblischen Berichts bildet die zweite Arie "Gott hat alles wohl gemacht" und deren Fortsetzumg "Seine Liebe, seine Treu wird uns alle Tage neu".
Bachs Komposition ist zum 8. September 1726 entstanden: Er folgt seinem textlichen Vorbild, verzichtet auf die Heranziehung eines Chors und überträgt sämtliche Gesangspartien dem Solo-Alt. Bettina Pieck wird die Akustik der Apostelkirche zu schätzen wissen.
Es musiziert außerdem die Cammermusik Potsdam unter der Leitung von Wolfgang Hasleder. Sigmund Bothmann begleitet die Kantate am Cembalo.

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